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08.03.2019, 10:38 Uhr
Der Bauhof der Gemeinde Mücke leistet Herausragendes - Mitglieder der CDU-Fraktion besichtigten den gemeindlichen Bauhof.
 Mücke.  Der an der Straße zwischen Merlau und Nieder-Ohmen gelegene Bauhof der Gemeinde Mücke ist zum Gegenstand er Beratungen und Beschlussfassung für den Doppel-haushalt 2019/2020 geworden. Es geht um einen Anbau für Sozialräume, sowie Duschen und Toiletten für die männlichen und weiblichen Mitarbeiter.
Bei der Besichtigung des gemeindlichen Bauhofs von links: Tobias Grün (Bauhof), die CDU-Vertreter Dr. Hans Heuser, Dr. Anneliese Brunn, Prof. Dr. Hubertus Brunn, Michael Winter (Fachbereich Bau der Verwaltung), Vorarbeiter Thorsten Laub. Nicht auf dem Fo
 Um sich ein konkretes Bild von der baulichen und räumlichen Situation zu machen, folgten Mitglieder der Mücker CDU-Fraktion der Anregung von Bürgermeister Andreas Sommer und besichtigten in der vergangenen Woche die weitläufige Anlage.

 

Unter Führung von Michael Winter von der Bauabteilung der Gemeindeverwaltung, Bauhofvorarbeiter Thorsten Laub und des Mitarbeiters  Tobias Grün wurden alle Räume, Werkstätten, Lager und das Außengelände ausführlich betrachtet. Es wurde sehr schnell deutlich, dass sehr beengte Verhältnisse vorliegen, insbesondere der Sozialraum ist für die 19,3 Beschäftigten (laut Stellenplan) plus zwei Saisonbeschäftigte einfach zu klein. Längst nicht mehr vertretbar ist der Zustand und die Größe in den Umkleideräumen mit den Spinden und vor allem die Räumlichkeiten der Duschen und Toiletten müssen verbessert und nach Geschlechtern getrennt werden. Insgesamt sei der Bauhof seit Gründung der Gemeinde Mücke in 1972 immer wieder durch Anbauten vergrößert worden und man sieht, dass immer nur das dringendst Notwendige gemacht wurde, weil die Finanzlage der Gemeinde große Lösungen nicht zuließ.

 

Schon seit dem Jahr 2007 werde über eine Erweiterung in der Form eines Anbaus nachgedacht und gesprochen. Ende 2015 sei durch einen Architekten ein Bauplan angefertigt worden und die CDU-Vertreter hörten mit Erstaunen, dass seit 2016 die Baugenehmigung vorliegt. Diese ist seither nicht umgesetzt worden, die Bauhofmitarbeiter wurden immer wieder vertröstet. Aus Geldmangel (starker Rückgang der Gewerbesteuer) wurden die im Haushaltsplan für 2018 eingestellten Mittel im Nachtragshaushaltsplan wieder heraus genommen.  Das von Bürgermeister Sommer am 23. Januar 2019 vorgelegte Investitions-programm sehe für das Jahr 2021 einen Betrag von 571.000 Euro für den Erweiterungsbau des Bauhofs vor. Zur Sitzung der Gemeindevertretung am 20. Februar 2019 war von den Fraktionen von SPD und FW beantragt worden, diesen Geldbetrag und damit die Baumaßnahme in das Jahr 2019 vorzuziehen. Allerdings war kein Vorschlag zur Finanzierung der runden halben Million gemacht worden, wahrscheinlich werde eine Kreditaufnahme in der genannten Höhe erforderlich, die angesichts der sehr angespannten Haushaltslage der Gemeinde als sehr kritisch angesehen werden müsse.

 

Im Verlauf der Besichtigung gewannen die CDU-Vertreter einen Ein-und Überblick über das breite Arbeitsspektrum des Bauhof, der für das Funktionieren der gesamten Wasserversorgung der Gemeinde zuständig ist, sowie die Betreuung der 14 Friedhöfe in den Ortsteilen einschließlich des immer kurzfristig erforderlichen Ausheben der Gräber, für die Pflege aller

 

Grünanlagen, das Schneiden von Bäumen und Hecken, sowie den Unterhalt der zahlreichen Gemeindestraßen und Wege. Nicht zu vergessen sei auch der Winterdienst, wo bei Schnee und Eis, wo die Mitarbeiter oftmals morgens ab vier Uhr im Einsatz sind. Auch die elf Dorfgemeinschaftshäuser müssen ständig gepflegt werden, nicht zu vergessen die gemeindlichen Kindergärten mit ihren Außenanlagen. Viel Arbeitszeit müsse auch in die Reparatur der häufig auftretenden Wasserrohrbrüche investiert werden; dies müsse schnelle gehen, denn man könne den Bürgern nicht stundenlang das Wasser abstellen. Die Kommunal-politiker hatten zwar eine ungefähre Vorstellung von den Aufgaben des Bauhofs, nach sehr interessanten 90 Minuten auf dem Gelände zollten sie den Beschäftigten großes Lob und Hochachtung für die Leistungen, die tagtäglich erbracht werden. Fest gehalten wurde, dass eine Erweiterung dringend notwendig ist und nicht weiterhin „auf die lange Bank“ geschoben werden könne, man müsse in den nächsten Wochen abklären, wie sie zu finanzieren ist.